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Umfrage: Fußball-Fieber greift um sich
Gute Prognosen für Werbungtreibende: Laut einer Studie des Online-Marktforschungsinstituts Marketagent.com hat das Fußballfieber die Deutschen rund zwei Monate vor Beginn der WM 2010 bereits erfasst. Fast sieben von zehn Befragten haben zumindest ein "mittelgroßes" Interesse an dem Großereignis. Fast die Hälfte möchte mindestens 30 Spiele oder mehr ansehen. 94 von 100 Interessierten wollen zumindest einen Teil der Spiele zu Hause vor dem eigenen TV ansehen. Weitere präferierte Plätze für den Fußballgenuss sind Wohnräume von Freunden oder Bekannten (46,4%) sowie die Public Viewing Zonen (28,7%).
Bei der von Ende März bis Anfang April 2010 im deutschsprachigen Raum durchgeführten Studie wurden 2033 Personen im Alter zwischen 14 und 65 Jahren zu dem sportlichen Großereignis befragt.
www.marketagent.com

EPPA (European Promotional Products Association)
Der europäische Branchen-Dachverband EPPA hat seit kurzem einen neuen Präsidenten. Der Niederländer Hans Poulis ist der Nachfolger von Patrick Politze und übernimmt für die kommenden drei Jahre das Amt. Poulis ist Präsident des niederländischen Verbands PPP. Für das Forum von europaweit rund 10.000 Unternehmen der Branche will der neue Mann an der Spitze die Interessen der Branche in Brüssel stärker vertreten und sich darüber hinaus für intensiveres Networking sowie größere Markttransparenz einsetzen.
Politze, unter anderem Vorsitzender des deutschen Lieferantenverbands BWL, wird weiterhin als Vizepräsident agieren. Sitz des neuen Büros wird ab dem 1. Mai in den Niederlanden in Den Haag sein: Hier befindet sich bereits das Büro des PPP, hier sollen sich Ressourcen geteilt werden, um eine regelmäßige Erreichbarkeit des EPPA an fünf Tagen in der Woche gewährleisten zu können. Zu der neuen Leitung von EPPA gehören als Schatzmeisterin die Engländerin Annette Scott (Promota), der Franzose Gaёl de Calan (2FPCO) sowie der Italiener Marco Busini (Assoprom).
www.eppa-org.eu

Werbeartikel-Umsatz: 7,5% Rückgang in 2009
Die Umsätze der deutschen Werbeartikelbranche sind im Krisenjahr 2009 von 3,21 Mrd. in 2008 auf 2,97 in 2009 gesunken, das entspricht einem Rückgang um 7,5% - so das Ergebnis des Werbeartikel-Monitors 2009. Zum Vergleich: in der gesamten Werbebranche lag der Umsatzrückgang laut Nielsen Media Research bei rund 8%.
Die vom Kölner Marktforschungsinstitut Advernomics im Auftrag des GWW (Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V.) jährlich durchgeführte repräsentative Studie untersucht die Verwendung von Werbeartikeln in deutschen Unternehmen. Dabei waren es hauptsächlich Kleinstunternehmen, die weniger geordert hätten als im Vorjahr. Bei den Klein-, Mittel- und Großunternehmen seien die Umsätze auf dem - hohen - Vorjahresniveau geblieben.
Weitere interessante Erkenntnis der Studie: Die befragten Entscheider aus Marketing messen dem Werbeartikel im Marketingmix steigende Bedeutung zu. In der Frage nach der Relevanz ausgewählter Kommunikationsinstrument belegte die "haptische Werbung" Platz 2 hinter Online-Medien. Gemessen an den Netto-Werbeeinnahmen von Werbeträgern belegt der Werbeartikel Platz 3 hinter Print und TV-Werbung. 
www.gww.de 

US-Werbeartikelmarkt: 19,5% Umsatzrückgang in 2009
Wie der amerikanische Branchendienstleister ASI (Advertising Specialty Institute), USA-Trevose, vermeldet, hat die amerikanische Branche im Geschäftsjahr 2009 15,9 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Dies entspricht einem Rückgang von 19,5 Prozent gegenüber 2008. Der Großteil der Befragten, rund 70%, rechne allerdings für das Jahr 2010 mit einer Steigerung der Umsätze.
Nach wie vor, so der ASI, gehörten Werbeartikel im vergangenen Jahr zu den umsatzstärksten Werbesegmenten im amerikanischen Markt: Ausgaben für Werbeartikel lagen etwa doppelt so hoch wie die Ausgaben für Radiowerbung, rund 26% höher als bei der Internetwerbung und sogar beinahe viermal so hoch wie die Ausgaben für Outdoorwerbung. 
www.asicentral.com

Zertifizierte Beratung: Werbeartikler bilden sich fort
Seit dem 11. Februar 2010 gibt es in Deutschland insgesamt 14 Werbeartikel-Berater mit IHK-Zertifikat. Mit einer Abschlussprüfung bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg endete die 12-monatige Fortbildung, die vom Bundesverband der Werbemittel-Berater und - Großhändler (bwg) initiiert und in Zusammenarbeit mit der Vertriebsakademie Mobile GmbH sowie der IHK durchgeführt worden war.
Inhalte der Weiterbildungsmaßnahme waren u.a. Marken-, Zoll- und Wettbewerbsrecht, Drucktechniken, Optimierung der eigenen "Beraterpersönlichkeit", Vertrieb und Marketing - kurz: Qualifikationen, die für Werbeartikelberater von hohem Wert sind, wenn es darum geht, den Anwendern hohen Service anbieten zu wollen. Neben Selbstlernmodulen nahmen die Teilnehmer im vergangenen Jahr an diversen Blockseminaren teil.
Eigener Aussage zufolge versteht der bwg die Weiterbildungsmaßnahme als ersten Schritt in einer Reihe von Maßnahmen mit dem Ziel, den Lehrberuf des Werbeartikelberaters zu schaffen. Auch ein weiterer Lehrgang zum Werbeartikel-Berater mit IHK-Zertifikat soll demnächst starten. 
www.bwg-verband.de  

Produktpiraterie: reisenthel setzt sich in den USA durch
Nach einem langwierigen Streit mit einem US-amerikanischen Hersteller aus Chicago konnte sich reisenthel, Gilching, erneut gegen den Vertrieb von Plagiaten durchsetzen. Gegenstand der Auseinandersetzungen sei insbesondere die bereits häufig kopierte "carrybag" gewesen.
Da außerordentliche Einigungsversuche ohne Erfolg blieben, zog das Unternehmen mit Sitz in Deutschland vor ein US-Gericht. Im Laufe des zweitägigen Prozesses lenkte die Gegenseite schließlich ein: Ab sofort darf der Hersteller aus Chicago keine Produkte im typischen reisenthel-Look mehr fertigen und vertreiben. Die bisher produzierte Ware in Höhe von mehreren Tausend Kopien musste an die Firma reisenthel ausgehändigt werden.
Man habe sich von den hohen Anwalts- und Gerichtskosten nicht abschrecken lassen, so Peter Reisenthel, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Der Ausgang dieses Streits sei ein riesiger Erfolg und wegweisend für das weitere Vorgehen in den USA.
www.reisenthel.com

ASS Altenburger: Umsatz 2009 auf Vorjahresniveau
Der Spielkartenhersteller ASS Altenburger, Altenburg, hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 22 Mio. Euro erwirtschaftet und damit das Niveau des Vorjahres gehalten. Als Erfolgsfaktor hätten sich vor allem Lizenzprodukte, etwa zu Themen wie Barbie, Hannah Montana oder Bob der Baumeister, erwiesen, die mittlerweile einen wichtigen Bestandteil des Unternehmenssortiments darstellten. Aufgrund der positiven Bilanz habe man sich auch von keinem der 150 Mitarbeiter am Standort Altenburg trennen müssen.
Einen weiteren Grund zum Feiern lieferte darüber hinaus das 500-jährige Jubiläum der Altenburger Spielkartenproduktion. Im laufenden Jahr will das Unternehmen weiter in die Fertigung und die interne Logistik investieren. Ein inhaltlicher Schwerpunkt soll - passend zur anstehenden WM - auf dem Thema Fußball liegen.
www.spielkarten.com


Jubiläum bei Pelikan: 50 Jahre "Pelikano"
In diesem Jahr feiert Schreibgerätespezialist Pelikan, Hannover, den 50. Geburtstag seines Füllhalters "Pelikano". Anlässlich des runden Jubiläums erscheint ein trendy Design-Modell des bewährten Schul- und Jugendfüllhalters in den Farben Rot, Blau und Grün.
Der "Pelikano" wurde nach einer umfangreichen Fragebogenaktion zur Beurteilung von Schulfüllhaltern 1959 gemäß den Anforderungen des Schreiben-Lernens konstruiert und ist seither aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Das erste Modell kam 1960 auf den Markt und wurde im Laufe der Jahrzehnte bezüglich Ergonomie, Schreibkomfort und Benutzerfreundlichkeit immer weiter optimiert.
www.pelikan.com


YouTube: Die Werbeartikelbranche geht auf Sendung
Immer mehr Unternehmen entdecken das Online-Videoportal für ihre Zwecke.
Die klassische Werbung nutzt die Videoplattform schon seit längerem als Kommunikationskanal: Virales Marketing auf YouTube mit seinen oft sehr originellen kurzen Einspielfilmchen ist schon eine eigene Marketingdisziplin.
Auch Unternehmen aus der Werbeartikelbranche entdecken YouTube mittlerweile für sich. Wer ohnehin Videoinhalte auf seiner Website oder im Webshop hinterlegt hat, kann diese mit wenigen Klicks auch auf YouTube einstellen. Das kostet kein Geld und wenig Mühe, bringt aber Vorteile mit sich - etwa in Sachen Suchmaschinenoptimierung: Die Google-Robots greifen zusehends auch Videoinhalte ab, die dann bei Suchabfragen unter den Ergebnissen erscheinen.

"Natürlich hat man auf YouTube einen gewaltigen Streuverlust", erklärt Peter Prenner, Geschäftsführer des österreichischen Software-Spezialisten e-merch. Das Unternehmen entwickelt Produktdatenbanken und IT-Lösungen für die Werbeartikelbranche und ist mit etlichen Clips auf YouTube vertreten. "Aber weil der Dienst kostenlos ist, bietet er eigentlich nur Vorteile. Der Trend zu Videos jedenfalls ist nicht mehr zu stoppen."

Tatsächlich wird innerhalb der Branche mehr und mehr gedreht - zum Beispiel auf Messen: Wer etwa wissen will, wie die Werbeartikelmesse war, die das Solinger Unternehmen m.e.s. Marketingservices 2008 im Dortmunder Signal Iduna Park veranstaltet hat, findet auf YouTube eine professionelle Dokumentation, und auch bei Veranstaltungen der Mainzer Agentur Bartenbach läuft die Kamera mit. Das Sulzbach-Rosenberger Unternehmen elasto form hat einen Imagefilm sowie weitere Beiträge hochgeladen, die verschiedene Techniken der Werbeanbringung demonstrieren.

Denn für Produkte, die Erklärungen erfordern - und davon gibt es im Werbeartikelmarkt nicht wenige -, ist das Medium Film geradezu prädestiniert. Tatsächlich sind die meisten der von Werbeartiklern hergestellten Web-Filmchen Produktvideos. "Bei etlichen Werbeartikeln sagt ein Film von wenigen Sekunden mehr als tausend Worte", argumentiert Thomas Ketterer, Geschäftsführer von Active Promotion, Erlangen. "Bei uns gehört es mittlerweile zu den eingespielten Arbeitsabläufen, dass Mitarbeiter kurze Produktpräsentationen drehen und auf unsere Website sowie auf YouTube stellen." Ketterer sieht YouTube übrigens nicht nur als Zusatzoption, die man mitnimmt, weil sie gratis ist, sondern durchaus als eigenen Marketing-Kanal: "Ich gehe davon aus, dass Marketingentscheider auch auf YouTube nach Produktideen suchen."
www.youtube.com


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